
Final Destination 5
Am Rande zur Geschmacklosigkeit.
Aufgespießte Köpfe, von Lasern durchbrannte Augäpfel, mit Akupunktur Nadeln durchlöcherte Körper, oder von Buddha Statuen zerschlagene Köpfe: Das alles gibt es nun in 3D.
Final Destination 5 nutzt den 3D Effekt voll aus. Die Story? Danach braucht man bei Teil 5 nicht mehr zu fragen. Muss das Ganze sein? Anscheinend schon. Es ist ein schmaler Grad zwischen Übertreibung und Grausamkeit. Final Destination überschreitet diesen, mal in die eine, mal in die andere Richtung.
Wenn eine Reckturnerin nach einem Unfall mit offenen Knochenbrüchen und einem um 90° gedrehtem Genick auf dem Boden liegt ist das ein Grenzfall. So etwas muss man nicht zeigen. Die Reaktionen im Kino sind hier: Ekel, gefolgt von einem Lachen.
Die Macher setzen bewusst auf Splatter 2.0
Eigentlich möchte man sich fragen, was solche Filme im Kino verloren haben. Da es sich aber bereits um den fünften Teil handelt, muss man sich der Antwort stellen: Weil es ein Publikum dafür gibt.
War Teil eins noch ein packender Thriller, konzentrierten sich die folgenden vier Teile mehr auf die Todesursachen der Darsteller. Einer nach dem anderen segnet auf immer abstrusere Weise das zeitliche.
Was also nimmt man mit aus solch einem Film? Dass 3D doch „sinnvoll“ genutzt werden kann? Wie kann es sein, dass ein Genre wie das der Splatter Filme, so großen Anklang findet. Schließlich ist kaum mehr Nervenkitzel vorhanden in Final Destination 5. Die Macher setzen bewusst auf Splatter 2.0, nämlich noch grausamer und dank 3D Technik auch noch näher am Publikum.
Unterhaltsam mag das vielleicht sein. Doch genau diese Filme sind es, die Regisseure wie Michael Haneke verteufeln. Wer in Final Destination 5 war und die verunglückte Reckturnerin gesehen hat, weiß warum.