Durch einen Autounfall verliet Paige ihr Gedächtnis. Leider kann sie sich nicht einmal an ihre Ehe mit Leo erinnern. Dieser muss sie nun dazu bringen, sich erneut in ihn zu verlieben.
Die letzten fünf Jahre einfach so vergessen. So ergeht es Paige (R. McAdams) in Michael Sucsy‘s Film „Für immer Liebe“. Blöd nur, wenn man sich in genau diesen fünf Jahren entscheidend verändert hat und nebenbei auch noch den Mann fürs Leben gefunden und geheiratet hat.
Das ist vor allem blöd für den Ehemann Leo (C. Tatum) der einfach aus dem Gedächtnis seiner Frau gelöscht wurde. Wie so etwas passieren kann? Durch einen einfachen Auffahrunfall!
Glauben Sie nicht? Genau so ist es aber passiert und zwar nicht nur in der Traumwelt des Kinos, sondern auch in der realen Welt. Denn „Für immer Liebe“ beruht auf einer wahren Begebenheit.
Dabei schrammt der Film oft am Rande zum Kitsch - ohne jedoch ins extrem einer Nicholas Sparks Verfilmung abzudriften. Zwar läuft auch dieser Film nach dem bekannten Schema ab, trotzdem schafft er es durchweg zu unterhalten. Sei es das Mitleid, das man als Zuschauer dem gebeutelten Leo entgegenbringt, die Antipathie mit der man Paiges Familie und vor allem ihrem Ex Jermey gegenüber steht: „Für immer Liebe“ berührt, so oder so.
Zwar geriet die Rolle des Leo ein bisschen flach, dafür darf sich Rachel McAdams als Paige gleich mehrmals wandeln. Lediglich die Gegensätze zwischen ihrem alten und ihrem neuen Freundeskreis wirken sehr konstruiert. Auf der einen Seite die in Ralph Lauren Poloshirts gekleideten Schickimicki Jura und BWL Studenten, auf der anderen Seite die Künstler und Alternativen, die ihren Kaffee nicht bei Starbucks sondern in dem kleinen brasilianischen Café um die Ecke trinken. McAdams schafft es jedoch beide Seiten überzeugend darzustellen.Außerdem überrascht der Film durch sein Ende - kein pompöses, kitschiges Happy End, sondern ein ruhiges, offenes Ende, bei dem trotzdem alles gesagt ist.
